Lora Sommer, Amanda Haas

Apr 26 –
May 24 2014
Blogpost Archive:

Laboratorio Sasso

Apr 30 2014

Pickled stones

Laboratorio Sasso is a temporary research studio at the Sasso Residency. The participants come from various fields such as art, textile, graphic and product design as well as architecture and even journalism.

Getting inspired by the place and the surrounding nature, the collective’s aim is to develop a comprehension of a wide range of commonly known (construction) materials. Laboratorio Sasso is stressing the importance of accepting failure as part of every process. Misusage or uncommon color, material and form combinations are main experimental strategies. The creations can lead to a set of research objects, unique products or even prototypes for future interior designs and other creations.

This laboratory is initiated by Amanda Haas (Graphic and Product Designer, Berlin) and Lora Sommer (Textile- und Product Designer, Zurich). Participants are: Tonia Geissbühler (Fashion and Product Designer, Berlin), Anna Rigamonti (Graphic Designer, Berlin), Giacomo Santiago Rogado (Artist, Berlin), Laura Stocker (Stylist and Product Designer, Zurich), Sabine Weier (Journalist, Berlin).

Erste Experimente

May 11 2014

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The first half of our residency has passed so quickly we can barely believe it! In the passed two weeks we had all kinds of weather conditions—from icy cold to sunbathing warmth—and we enjoyed many excellent meals cooked from every member of our little temporary community.
So far we have experimented and made a few tests with various techniques and materials and we have created mood boards or even prototypes for possible product ideas. See below glimpses into our work process so far and more daily pictures on our tumblr blog: Laboratorio Sasso.

2014-05-06-15.56.24-1_615pxWorking scenery, in the backyard

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Fake plaster marble in progress

Processed with VSCOcam with m3 preset
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Silicon mold

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Brennofen für Keramik

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Epoxy coloring

Marmorstuck

May 15 2014

Wir haben uns in den vergangenen Tagen mit einer alten und immer noch existierenden Technik auseinandergesetzt: dem Marmorstuck. Dabei sind wir auch in den Kirchen der Umgebung auf dieses Handwerk gestoßen. Für die Herstellung von Marmorstuck werden Alabaster- oder Marmorgips, Pigmente und Knochenleim verwendet. Die teigartige Masse wird marmoriert, gehärtet, in mehreren Schritten geschliffen und zum Schluss auf Hochglanz poliert.

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Marmorimitation an Fassade einer Kirche in Como.

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Scagliola – Marmrorintarsien, Kirche in San Nazzaro

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Bodenplatten aus dem Tessin

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Gips vermischt mit Pigmenten IMG_5879__ 

Abtragen des Überschüssigen, gehärteten Materials

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Erste Resultate

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Flechthandwerk

May 20 2014

Zu den ältesten im Tessin praktizierten Handwerken gehört das Flechten von Stroh. Bis um 1900 wurden hier Hüte, Taschen und Gebrauchsobjekte geflechtet. Wir haben uns von der traditionellen Technik inspirieren lassen und mit Silikon Abdrücke von verschiedenen Flechtmustern genommen, die wir auf Objekten im Haus gefunden haben. Jetzt experimentieren wir mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten. Darüber hinaus haben wir uns mit der Ästhetik von Seilen und Seemannsknoten auseinandergesetzt.

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Bye Bye Sasso Baby

May 28 2014

Die Frühlingsluft ist lauwarm, es duftet nach Jasmin und Rosmarin. Majestätisch ruht der Lago Maggiore zwischen den Bergen, Wolken umspielen die schneebedeckten Gipfel. Runde, von Hand verlegte Steine überziehen den Hof. Steine stapeln sich in den Gemäuern, Weinreben schlängeln sich die Wände hoch. Nachts funkeln die Lichter in den Fenstern der Häuser von Locarno und Ascona am gegenüberliegenden Ufer. Willkommen bei der „Sasso Residency“.

An diesem schönen Ort im Kanton Tessin in der italienischen Schweiz verbringen Künstler und Kreative mehrwöchige Arbeitsaufenthalte, um in aller Ruhe Neues auszuprobieren und sich von der Umgebung inspirieren zu lassen. „Sasso“ ist italienisch für „Stein“. Steine sind im Tessin allgegenwärtig. Wenn die Sonne scheint, glitzern überall ihre Oberflächen. Das Haus ist eines der ältesten im Dorf Vairano, es wurde im 16. Jahrhundert gebaut. Seine Geschichte ist in jedem Winkel spürbar, in den alten Bauernmöbeln, den knarrenden Türen und Fenstern aus dunklem Holz. In den Schuppen, dem Atelier und den Wohnräumen finden sich Jahrzehnte und Jahrhunderte alte Utensilien und Werkzeuge. Der Ort ist voller faszinierender Objekte, Flächen und Muster.

Als Designer-Kollektiv mit dem temporären Namen „Laboratorio Sasso“ experimentierten wir dort vier Wochen lang mit verschiedenen Techniken und Materialien. Wir recherchierten, modellierten, gossen Formen ab, probierten, verwarfen, probierten weiter und freuten uns über erste Ergebnisse. Auf Streifzügen in der Gegend fingen wir Eindrücke mit der Kamera ein und legten ein visuelles Tagebuch an. In alten Büchern stießen wir auf Texte über traditionelle Tessiner Handwerkstechniken. Und in den Pausen kochten wir Holundersirup und schoben Pizza in den Steinofen. Irgendwann legten sich alle Fäden zusammen und ergaben ein stimmiges Netz, in dem wir wunderbare Ideen einfangen konnten.

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Es wird eine kleine Publikation zu unseren Entwürfen und Recherchen geben. Wir sind gespannt und werden das Ergebnis hier natürlich auch updaten.

Erst mal: danke danke und nochmals danke allen die diese Residency möglich gemacht haben! Speziell dem Team der Sasso Residency für euer Vertrauen und eure unsäglich grosse Gastfreundschaft.