Marco Giacomoni, Martin Möll

Jul 15 –
Aug 10 2017
Blogpost Archive:

Mykologismus IV – Woche 1 – Anpirschen

Jul 24 2017

Martin Möll und Marco Giacomoni arbeiten seit 2012 gemeinsam an  künstlerischen Auseinandersetzungen im weiten Feld der Mykologie und der Pilzwelt. Die als “Mykologismus” bezeichneten Projekte bewegen sich zwischen Kunst und Wissenschaft, und fanden bisher im Offspace gepard14 und im Museum NMB in Biel statt.

Der Impuls für den Aufenthalt in der SR findet sich darin, in einem uns fremden Umfeld über längere Zeit eine Zusammenarbeit im ruralen Raum umzusetzen. Die Zurückgezogenheit des Ortes ist es, welche die ideale Voraussetzung für ein solches Vorhaben bietet. Die Monate Juli und August zeichnen sich dadurch aus, dass im Gebirge das Pilzwachstum einen ersten Schub erfährt.

In der Woche 1 wurden die nahe gelegenen Wälder erkundet und erste Begegnungen mit den “Kindern der Finsternis” fanden statt.

Sammlungen sind angelegt und Pilzspuren aufgenommen…

Mykologismus IV – Woche 2 – Identität

Jul 27 2017

Mykologismus IV – Woche 2 – Sammelergebnisse

Jul 30 2017

Die Woche 2 war geprägt von Exkursionen durch verschiedene Waldgebiete. Die Baumbestände unterscheiden sich je nach Höhenlage und haben starken Einfluss auf das Pilzwachstum. Genauso relevant ist die Topografie der Landschaft. Bei den aktuellen trockenen und heissen Witterungsverhältnissen versprechen schattige und in den Gräben feuchte Nordhänge am wahrscheinlichsten Funde von Pilzen.

Für die Erkundung in das Gebiet Molinera im nahen Italien, lag der Fokus auf dem Sammeln von Material für erste Versuchsanordnungen von Cyanotypien. Die zuvor im Haus präparierten Aquarellpapiere bearbeiteten und belichteten wir teilweise in situ. Darüber hinaus entstanden im Wald flüchtige Skulpturen mit naturfremden Fundgegenständen.

 

Mykologismus IV – Woche 3 – Methoden

Aug 6 2017

Begegnungen mit Pilzen sind stets geprägt vom sich Vergessen und sich Auflösen in einer abgeschiedenen Umgebung. Dieses Abtauchen in das mykologische Universum ermöglicht, sich konzentriert und tief auf die Ebene der Pilze einzulassen.

Im Umgang mit den Pilzen nutzen wir unterschiedliche Hilfsmittel, und finden Methoden, beispielsweise für die Zubereitung der essbaren Funde. Im Gebirge, unter freiem Himmel und auf offenem Feuer gegart, wird das Einverleiben der Pilze zu einem Ritual und zur geistigen Quelle.

 

 

Mykologismus IV – Woche 3 – Transzendieren

Aug 6 2017

Mykologismus IV – Woche 4 – Bildwerdung

Aug 12 2017

Über die Dauer unseres Aufenthaltes fokussierten wir uns immer stärker auf die Herstellung von Cyanotypien. Das Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte fotografische Verfahren beruht auf Eisenverbindungen, im Gegensatz zu vielen anderen, auf Silberverbindungen basierenden fotografischen Verfahren. Charaktertypisch für die Cyanotypie sind die cyanblauen Farbtöne.

Prozesshaftes Arbeiten bildet die Grundlage unserer verschiedenformatigen Abzüge. Während tagelangen, mehrschichtigen Abläufen entwickelten wir mit Aquarellfarben, Salzwasserlösung, Wasserstoffperoxid, organischen Fundobjekten und Gebrauchsmaterial eine eigenständige Bildsprache rund um die Welt der Pilze.